Geschichte

  • Meerbeck liegt als eine der ältesten Ansiedlungen im Vorland der Bückeberge auf der Wasserscheide zwischen Weser und Leine, der sogenannten Meerbecker Schwelle.

  • Wann die Besiedelung tatsächlich erfolgt ist, lässt sich bis heute nicht nachweisen. Die Gründung von Meerbeck erfolgte wahrscheinlich in der Zeit von 750 bis 800 n. Chr. „Meribiki“ wird in einer Übereignung an die Paderborner Kirche am 03. März 1013 erstmals schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit gab es einen grundherrschaftlichen Haupthof und einige Bauernhöfe.

  • In sächsischer Zeit war Meerbeck Mittelpunkt eines Go-Gerichtsbezirkes. Der steinumhegte Gerichtsplatz lag südwestlich des Dorfes. Beim Bau der Bahnstrecke von Stadthagen nach Leese/Stolzenau wurde er zerstört. Nur das Steinkreuz ist erhalten geblieben.

  • Die älteste urkundlich erwähnte Kirche in Schaumburg-Lippe ist die dem Apostel St. Bartholomäus geweihte Kirche in Meerbeck. In einer Stiftungsurkunde des Klosters Abdinghof in Paderborn vom 2. November 1031 wird die Kirche erstmalig erwähnt.

  • Auch die Gründung von Volksdorf (früher Folchardsdorfa) fällt in die altsächsische Zeit. Nachweislich gab es den Ort 1029 n. Chr. Die Ländereien gehörten lange Zeit den Bischhöfen von Minden.

  • Im Jahr 1247 wurde Kuckshagen durch den Grafen von Roden angelegt. Ausgangspunkt dieses durch Rodung des Düllwaldes angelegten Hagenhufendorfes war der damals herrschaftlich schaumburgische Gallhof an der Gehle in Volksdorf.

  • Das Kirchspiel war früher wesentlich größer als jetzt. So gehörten neben Meerbeck, Niedernwöhren, Volksdorf, Hespe, Enzen, Hobbensen, Hiddensen, Kuckshagen, Wulfhagen, Helpsen, Nordsehl, Pollhagen auch große Teile des heutigen Stadthagen, zahlreiche Güter, Hofstellen, Domänen und Förstereien dazu.

  • Am 6. Mai 1945 erhielt der Meerbecker Bürgermeister einen folgenschweren Befehl der damaligen britischen Militärregierung: Binnen zwei Tagen mussten fast alle Häuser des Dorfes geräumt werden.

  • Es folgte die Unterbringung von Zwangsarbeitern. Danach wurden kurzfristig italienische Staatsbürger einquartiert. Nach deren Rückkehr in die Heimat wurde Meerbeck Zentrum von Menschen aus den baltischen Staaten. Erst im September 1948 durften die Einwohner ihre meist stark beschädigten Häuser wieder in Besitz nehmen. Bis dahin waren sie in 16 benachbarten Orten notdürftig untergebracht.

  • Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform haben sich die Orte Volksdorf und Kuckshagen 1974 der Gemeinde Meerbeck angeschlossen. Diese wiederum beschloss den Beitritt zur neuen Samtgemeinde Niedernwöhren mit Wirkung zum 1. März 1974.

  • Die Einwohnerzahl des Jahres 1974 in der Gemeinde Meerbeck mit den Ortsteilen Volksdorf und Kuckshagen ist mit rund 1.980 Einwohnern bis heute nahezu konstant.

  • Meerbeck ist eine ländliche Gemeinde mit einer ausgewogenen Infrastruktur, in der es sich gut wohnen und leben lässt.

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