Meerbeck liegt als eine der ältesten Ansiedlungen im Vorland des Bückeberges auf der Wasserscheide zwischen Weser und Leine, der sogenannten Meerbecker Schwelle.
In sächsischer Zeit war es Mittelpunkt eines Go-Gerichtsbezirkes.
Der ehemalige steinumhegte Gerichtsplatz lag südwestlich des Dorfes am Rande der Ackerflur von vier Urhöfen. Ein altes Steinkreuz erinnert noch an die alte Gerichtsstätte.
Am 3. März 1013 wird es erstmals als Meribiki bei einer Übereignung an die Paderborner Kirche urkundlich erwähnt.
Um 1030 waren in Meerbeck sechs Bauernhöfe, ein grundherrschaftlicher Haupthof (curtis) von etwa 420 Morgen Ackerland und die Kirche vorhanden. Am 2. November 1031 wird die dem Apostel St. Bartholomäus geweihte Kirche zu Meerbeck erstmals in der Stiftungsurkunde des Klosters Abdinghof in Paderborn erwähnt.
Das Kirchspiel war früher wesentlich größer als jetzt. So gehörten neben Meerbeck, Niedernwöhren, Volksdorf, Hespe, Enzen, Hobbensen, Hiddensen, Kuckshagen, Wulfhagen, Helpsen, Nordsehl, Pollhagen auch große Teile des heutigen Stadthagen, zahlreiche Güter, Hofstellen, Domänen und Förstereien dazu.
Auch die Gründung Volksdorfs (früher Folchardsdorfa) fällt in die altsächsische Zeit. Seine Gründung ist in das Jahr 1029 zurückzuführen, seine Ländereien gehörten lange Zeit den Bischöfen von Minden.
Wesentlich jünger ist das 1247 durch den Grafen von Roden angelegte kleine Hagenhufendorf Kuckshagen. Ausgangspunkt dieses letzten planmäßigen Siedlung durch Rodung eines Restwaldes entlang der Gehle war der damals herrschaftlich schaumburgische Gallhof an der Gehle in Volksdorf.
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Am 6. Mai 1945 traf die Meerbecker ein folgenschwerer Befehl der damaligen Militärregierung: Binnen weniger Tage mussten fast alle Häuser des Dorfes geräumt werden, damit dort ehemalige Zwangsarbeiter für mehr als drei Jahre untergebracht werden konnten. Die Meerbecker Einwohner wurden in 16 benachbarte Ortschaften notdürftig untergebracht. Bis zum September 1948 dauerte die entbehrungsreiche Zeit, ehe man die arg ramponierten Häuser wieder in Besitz nehmen konnte. Aus der lädierten Gemeinde ist schnell wieder ein blühendes Dorf geworden.
Als Folge der Gebiets- und Verwaltungsreform schlossen sich die Orte Meerbeck, Volksdorf und Kuckshagen 1974 zur Gemeinde Meerbeck zusammen. Diese wiederum beschloss den Beitritt zur Samtgemeinde Niedernwöhren. Am 1. März 1974 begann die Samtgemeinde Niedernwöhren mit ihrer Arbeit.
Im Jahr 1974 wohnten in der Gemeinde Meerbeck mit den OT Volksdorf und Kuckshagen 1987 Einwohner. Von den 13,08 qkm großen Gemeindeflächen sind 3,8 qkm Wald. Die Gemeindestraßen hatten eine Länge von 9,9 km.
Inzwischen ist die Gemeinde beständig weiter an strategisch günstiger Lage gewachsen, ohne seinen dörflichen Charakter aufzugeben. Die landwirtschaftliche Bedeutung wurde zurückgedrängt. Immer neu aufgelegte Bebauungspläne waren schnell vergeben, da es sich in Meerbeck mit seiner ausgewogenen Infrastruktur gut wohnen und leben lässt.
Zurzeit zählt die Gemeinde 2.090 Einwohner.
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